Eigener Kindergarten für Europarc nötig



Kleinmachnow · Bei den Haushaltsberatungen im Kultur- und Sozialausschuss am vergangenen Dienstag mussten die Abgeordneten erstaunt feststellen, dass die Verwaltung 20.000 € für Planungsleistungen zur Errichtung eines gemeindeeigenen Kindergartens am Stolper Weg eingeplant hat, der mit der Hälfte seiner 60 Plätze für Kinder von Mitarbeitern aus dem Dreilindener Gewerbegebiet zur Verfügung stehen soll.

Schon in der letzten Gemeindevertretersitzung am 18. Dezember hatte die FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. KORNELIA KIMPFEL die bis heute unbeantwortete Frage gestellt, warum die Gemeinde nicht darauf drängt, dass die Europarc Dreilinden GmbH ihre vertragliche Verpflichtung von 1993 erfüllt, für den Bedarf aus dem Gewerbegebiet dort auf eigene Kosten eine Kindertagesstätte zu bauen, zu unterhalten und zu betreiben.


Diese Investition sei besonders dringlich, so KIMPFEL, auch weil nach dem von der Bundesregierung festgelegten Fahrplan für die Kindertagesbetreuung bis zum Jahr 2013 schrittweise ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot aufgebaut werden muss. Ab August 2013 gebe es schließlich für jedes Kind unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf Tagespflege. Auf den Europarc-Kindergarten könne und dürfe deshalb niemand verzichten, mahnt KIMPFEL. Zugleich appelliert die FDP-Fraktionschefin an ihre Kollegen in der Kleinmachnower Gemeindevertretung, dies bei den Beratungen über den von Bürgermeister Blasig (SPD) angestrebten Vergleich mit dem Betreiber des Gewerbeparks nicht aus den Augen zu verlieren. Nach diesem Vergleich wolle Kleinmachnow  offenbar einen Großteil seiner Restforderungen, u. a. auch Bau und Betrieb des Kindergartens, abschreiben, ohne dass dies von der Verwaltung bislang überhaupt thematisiert worden ist.